Ein Insider sprach nach den Abgängen im Kontrollgremium von einer chaotischen Situation.
die Commerzbank muss sich auf ein längeres Vakuum an der Spitze ihres Aufsichtsrats einstellen. Nach Hans-Jörg Vetter, der die teilverstaatlichte Bank aus Gesundheitsgründen verließ, räumt jetzt auch Andreas Schmitz seinen Sitz im Kontrollgremium.
Der Ex-Deutschlandchef der britischen Großbank HSBC galt als interner Favorit für die Nachfolge von Vetter an der Aufsichtsratsspitze. Als externer Kandidat wurde Günther Bräunig, der Chef der staatlichen Förderbank KfW, gehandelt, aber auch er erteilte der Commerzbank eine Absage.
Ein Insider sprach nach den Abgängen im Kontrollgremium von einer chaotischen Situation. Die offene Führungsfrage zwingt die Bank, ihre eigentlich für den 5. Mai geplante Hauptversammlung zu verschieben, weil die Zeit nicht reicht, um die vakanten Posten im Aufsichtsrat zu besetzen.
Aus mehreren Quellen erfuhr das Handelsblatt, dass Schmitz seinen Posten bei der Commerzbank wegen seiner Verwicklung in den Cum-Ex-Steuerskandal geräumt hat. Demnach wird bereits seit 2016 gegen ihn ermittelt. Schmitz habe die Ermittlungen gegenüber der Finanzaufsicht und der Commerzbank vor seinem Amtsantritt offengelegt, hieß es in Finanzkreisen.
Für seinen überraschenden Rücktritt sei jetzt vor allem der Widerstand der Kapitalseite im Aufsichtsrat verantwortlich
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